Autogenes Training von Schultz Entstehung & Wirkung

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Johannes Heinrich Schultz ist am 20. Juni 1884 in Göttingen als Sohn eines  Theologen geboren. Er war ein deutscher Psychiater und Psychotherapeut.
Schulz studierte Medizin in Lausanne, Göttingen. 1907 promovierte er in Göttingen. Seit 1909 setzte Schultz sich mit der Psychoanalyse auseinander. Darüber hinaus oder gerade deswegen war Schultz Spezialist für Hypnose, Psychotherapie und Neurosenlehre.

Autogenes Training von Schultz ist seit 1932 bekannt. Und hat bis heute einen hohen Stellenwert bei Ärzten und Psychologen zur Stressbewältigung und Entspannung.


 

Entstehung vom autogenen Training

Autogenes Training Übungsheft von Schultz
Autogenes Training Übungsheft von Schultz

Durch sein Interesse an der psychosomatischen Medizin veröffentlichte er 1920 im Alter von 36 Jahren seine Arbeit „Schichtenbildung im hypnotischen Seelenleben“ darin entstand erstmals das Grundkonzept des autogenen Trainings.

Darin wird beschrieben, dass seine Versuchspersonen regelmäßig während der Hypnose, Schwere und Wärme in den Gliedmaßen fühlten,

Diese Schwere und Wärme ist ein Prozess der Umschaltung, welcher im Mittelpunkt der Hypnose stattfindet. Wichtig ist hierbei, dass der Patient nicht einschläft. Sondern in einem Trancezustand bleibt der dem Einschlafen ähnelt. Das Bewusstsein ist noch anwesend und zugleich hat man einen Kontakt zum Unterbewusstsein.

Schultz hatte die Idee, dass die Patienten, diese Umschaltung selber vornehmen können. Indem Sie in entspannter Haltung, Schwere und Wärme in sich selbst erzeugen. Das dies möglich ist, wusste Schultz aus Forschungsergebnissen des Hirnforschers Oskar Vogt, der bereits Ergebnisse von Patienten hatte, die es schafften, sich selbst in einen hypnotischen Zustand zu bringen,

Nach weiteren 12 Jahren der Forschung wagte Schultz die Publizierung seiner Monografie „Das autogene Training, konzentrative Selbstentspannung.„, welche er teilweise der Unterstützung seiner Studenten und Anhänger verdankt, da diese sich zu Versuchszwecken zur Verfügung stellten.
Den Namen des autogenen Trainings leitete Schultz aus der Idee der Selbsthypnose ab.

Auto = selbst.
Gen= Erzeugen

Also ein „Selbst erzeugtes Training. “

 

 


 

Wissenschaftlich bestätigte Wirkung des AT

Auf den Körper und Geist:

  • Psychisches und physisches Gleichgewicht
  • äußere Stressoren werden lockerer gesehen
  • man wird allgemein ein ausgeglichenerer Mensch
  • die Konzentrationsfähigkeit steigert sich
  • schnellere Regeneration des Körpers und geistig
  • Kreativität wird gesteigert.

 

 

Auf das autonome Nervensystem:

  • AT regt die Nutzung des Parasympathikus (Ruhenerv) an
  • Das Immunsystem wird verbessert.
  • Bessere Kontrolle einzelner Körperfunktionen.
    • Herzschlag.
    • Atmung.
    • Magen-Darm Tätigkeiten.
    • Durchblutung der Muskulatur und Haut.

 

 


 

Für wen ist AT geeignet

Jeder ab einem Alter von 4 Jahren kann das autogene Training erlernen. Denn die Methode ist einfach zu erlernen und vielseitig einsetzbar.

Ob abends zum besser Einschlafen, morgens zum wach werden. Oder mitten am Tag um seine Energiereserven aufzuladen.

Darüber hinaus kann die Selbsthypnose zur Auto-Psychoanalyse genutzt werden. Womit dann geistige Blockaden oder negative Glaubenssätze ausfindig gemacht und umgewandelt werden können. Autogenes Training ist ein sehr vielseitiges Werkzeug zu einem Gesunden und freien Leben.

 


Hier weiterlesen: Grundübungen des AT


 


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